Menschen sind in einem Einkaufszentrum eingeschlossen, nachdem ein Erdbeben die Südinsel in Japan erschüttert hat

Nach Angaben der Rettungsdienste sind Menschen in einem Einkaufszentrum eingeschlossen, das heute bei einem schweren Erdbeben im Südwesten Japans beschädigt wurde.

„In der Stadt Kashima stürzte das zweite Stockwerk eines Einkaufskomplexes ein und viele Menschen blieben darin eingeschlossen“, sagte die örtliche Feuerwehr in einer Erklärung.

Zuvor hatte die Polizei mitgeteilt, sie habe Berichte über eine Explosion im Aeon-Mall-Outlet in der Region Kumamoto erhalten, konnte jedoch keine weiteren Informationen zu Schäden oder Opfern liefern.

Die Berichte kommen, nachdem ein Erdbeben der Stärke 7,1 Südjapan erschüttert hat.

Nach Angaben der Japan Meteorological Agency (JMA) hatte das Erdbeben eine Tiefe von 10 km und erschütterte die Präfektur Kumamoto des Landes um 16.27 Uhr Ortszeit (8.27 Uhr BST).

Das Beben sei auf der höchstmöglichen Stufe sieben auf der japanischen Shindo-Erschütterungsskala gemessen worden, teilte die Agentur mit. Während die Behörde zunächst eine Tsunami-Warnung vor einer Welle von einem Meter herausgab, hat sie diese inzwischen aufgehoben.

Im Jahr 2016 wurde Kumamoto von zwei verheerenden Erdbeben heimgesucht – eines der Stärke 6,5, gefolgt von einem der Stärke 7,3 zwei Tage später –, bei denen 273 Menschen ums Leben kamen und über 2.800 weitere verletzt wurden.

Die Provinz Kumamoto ist auf der Karte von Japan rot hervorgehoben.
Die Provinz Kumamoto ist auf der Karte von Japan rot hervorgehoben. Illustration: Mohamed Rasik/Getty Images/iStockphoto
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Wichtige Ereignisse

Laut Aufnahmen von NHK standen auch mehrere andere Gebäude in Flammen oder stürzten teilweise ein, während auf Hauptstraßen, darunter einer Hochstraße, große Risse entstanden. Der Bahnverkehr wurde eingestellt und Flüge eingestellt.

TSMC, der weltweit größte Auftragschiphersteller, habe vorsorglich Arbeiter aus seinem Werk in der Gegend evakuiert, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Auch Sony und Fujifilm haben Mitarbeiter aus ihren Werken in der Gegend evakuiert, berichtete die Zeitung Nikkei. Ein Sony-Sprecher sagte zuvor, man prüfe die Situation.

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